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Teams, wann sind sie sinnvoll?

Ist der Mensch überhaupt teamfähig? Ist Teamfähigkeit als Soft-Skill wirklich unverzichtbar?

Teams sind sinnvoll, wenn unterschiedliche Kompetenzen benötigt werden (Prof. Heinz Mandl).
Teams sind ein ideales Territorium für Machtkämpfe selbst ernannter Potentaten (Fazit, Umfrage Harzburger Akademie).
Alle wirklich großen Errungenschaften der Menschheit sind die Leistungen von Einzelnen nicht von Teams (Prof. Fredmund Malik).

Manager und Wissenschaftler sollten aus dem Team-Gedanken kein Dogma machen, Teams zusammenstellen, wenn dies der Aufgabe nützt, und sonst öfter auf die Kraft von Einzel-persönlichkeiten setzen.

Teamarbeit, Teamfähigkeit

tauchen als Begriffe in Stellenanzeigen, Stellenbeschreibungen, und Bewerbungsgesprächen auf. Im täglichen Arbeitsablauf heißt es oft: "Bilden wir erst einmal ein Team, eine Taskforce...., ich füge hinzu, ... und dann sehen wir wer die Arbeit macht!"
Teamfähigkeit wird noch als wichtiges "Soft-Skill" angesehen und als unverzichtbar bewertet. Dieses Dogma gerät jedoch ins Wanken, denn muss der Team-Gedanke immer und überall richtig sein?

Die Teamgläubigkeit schein tatsächlich Risse bekommen zu haben, wie eine Umfrage der Harzburger Akademie zeigt. Nur 23% der befragten Manager halten Teamarbeit für einen sinnvollen Weg, nur 14% gaben an, dass ihnen die Arbeit im und mit einem Team keinen Spaß macht.

Einwände

Einwände gegen Teamarbeit:
- Teammitglieder bezeichnen sich oft als "Macher" und sehen ihre Aufgabe im Wesentlichen in Leitungstätigkeiten, Terminplanung, oder Kontrolle der Arbeitsergebnisse. Die wenigsten Teilnehmer verstanden sich als "Arbeitspferd" und "Umsetzer". Also lauter Offiziere und keine Soldaten.
- Lästig ist auch die ewige Rangelei um eine faire Verteilung der Arbeit, denn es gibt selten klare Zuständigkeiten. Die Grundidee der Selbstorganisation der Arbeit bildet ein ideales Feld für Machtkämpfe selbsternannter "Führer", die keiner zügelt und damit mündet dies in Dauerstress.
- In vielen Teams gibt es keine klare Führung. In den oberflächlichen Szenen der Teamarbeit zeigt sich zwar Macht, aber keine Autorität, denn eine Autoritätsperson ist nur, wer für seine Macht auch Verantwortung übernimmt.

Wie lassen sich diese Nachteile vermeiden?

Wichtige Voraussetzung ist die Klärung für welche Aufgaben man ein Team benötigt und welche Aufgaben sich besser von Einzelpersönlichkeiten bewältigen lassen.
Sinn macht ein Team, wenn unterschiedliche Fähigkeiten zur Erfüllung einer Aufgabe erforderlich sind, die ein Einzelner nicht leisten kann.

Lt. Merédith Belbin ist eine Team-Größe von 6 Mitgliedern ideal für strukturierte, homogene Gruppen mit engen persönlichen Beziehungen, die komplexe Aufgaben effizient erledigen wird.
Darin kann eine Wiederholung der urzeitlichen Jagdgruppe gesehen werden, die ihre Stärke und Intelligenz bei der Verfolgung von Großwild nutzt.

Homogene Gruppen? Ich hatte im Rahmen eines Seminars homogene Gruppen nach der Insights-Farbskala zusammengestellt - rote, gelbe, grüne und blaue Gruppen. Jede Gruppe bekam die gleiche Aufgabe, die in 45 Minuten erledigt werden sollte, incl. einer Flip-Chart-Präsentation. Ergebnis:
Rote Gruppe: Nach kurzem Machtgerangel einigte man sich auf das Ziel, die Aufgabe erfolgreich zu erledigen. Dies gelang pragmatisch, man war vor der Zeit fertig und präsentierte seinen Umsetzungs-Vorschlag erfolgreich.
Gelbe Gruppe: Hier klang Gelächter und gute Laune heraus. Man hatte sich gut unterhalten, 2 Kan-nen Kaffee getrunken, war aber leider mit der Aufgabe nicht ganz fertig geworden.
Grüne Gruppe: Sie sorgte für gute harmonische Stimmung, präsentierte das Ergebnis mit allen Bedenken, die man bzgl. der Umsetzung finden konnte.
Blaue Gruppe: Sie arbeitete faktenbezogen an der Aufgabe. Bei der Abschluss-Präsentation war das klare Statement: "Aufgrund mangelnder Daten und Fakten kann nur ein nicht abgesicherter Teilvorschlag präsentiert werden."
Märchen? Nein, Fakt!

Team-Zusammenstellung wie?

Wie stellt man nun "Power"-Teams zusammen, was sind hierbei die Schlüsselfaktoren? Unabhängig von den erforderlichen Kompetenzen spielt die persönliche und soziale Struktur des Menschen eine Rolle.
Um diese "weichen" Faktoren zu erkennen und zur idealen Team-Zusammenstellung zu nutzen, kann der Einsatz von Diagnosesystemen wie Insights  MDI wertvolle Unterstützung leisten.
Auf einmal wird es bunt im Team. Mit der abgesicherten Grundannahme, dass sich Menschen in vier Basistypen einordnen lassen entsteht ein Ordnungssystem, das die Team-Zusammenstellung erleichtert und starke Teams ermöglicht.
Rot (und Rot/Gelb) steht für den "Macher", den extrovertierten Denker (Intuition, Alternativen, Vorstellungskraft, Fantasie, Brainstorming).
Gelb (und Gelb/Grün) steht für den "Kommunikativen", den extrovertierten Gefühlsmenschen (Fühlen, Einfluss, Lösungen, Menschen  beeinflussen).
Grün (und Grün/Blau) steht für den "Beziehungs-Orientierten", den introvertierten Gefühlsmenschen (Sensorik, Fakten, Details, Relevanz, Klarheit, Bedeutung).
Blau (und Blau/Rot) steht für den "Fakten-Orientierten", den introvertierten Denker (Denken, Analysen, Ursachen, Auswirkung).

Mit Diagnosetools werden Zuordnungen fein abgestimmt, denn neben jeder Hauptfarbe hat jeder Mensch einen mehr oder weniger hohen Anteil an jeder anderen Farbe, jedem anderen Typ.
Damit lassen sich die Team-Mitglieder neben den erforderlichen Kompetenzen auch entsprechend ihrer Persönlichkeit auswählen und zu Power-Teams zusammenstellen.

Wie lässt sich dies zügig umsetzen?

Persönlichkeitsanalysen unterstützen, sie helfen dem Teammitglied sich selbst zu erkennen und seinen Interaktions- und Handlungsrahmen zu erweitern. Mit der Insights MDI Persönlichkeits-analyse können 3 Ziele erreicht werden:
- Die Teammitglieder lernen ihr eigenes Verhalten zu reflektieren, um zu sehen wie sie auf andere wirken und warum. 
- Ein Modell kann erarbeitet werden, das menschliches Verhalten beschreibt, einordnet und eine individuelle Interaktion der Team-Mitglieder ermöglicht.
- Ein Teamgeist kann entstehen, der durch Wertschätzung der Teammitglieder untereinander und durch den Willen zur Zielerreichung geprägt ist.

Analyse: Jedes Team-Mitglied führt eine Insights MDI-Analyse durch, die in konstruktiven und vertraulichen Einzelgesprächen besprochen wird. Mit jedem Team-Mitglied werden in diesem Gespräch konkrete Entwicklungsschritte diskutiert und festgelegt.

Workshop: Darauf folgt ein gemeinsamer Workshop, in dem die Team-Mitglieder ihre Entwicklungsschritte trainieren. Der Trainer erarbeitet mit den Teilnehmern genaue Typen-beschreibungen, damit sie sich selbst und ihre Kollegen besser einschätzen und die Interaktion typgerecht verbessern sowie die eigenen Handlungs-Optionen erweitern können.

Wie geht es weiter?

Warum lassen Sie Ihre Führungs- und Spezialisten-Ebene nicht bunter werden?
Lassen Sie Ihre Führungskräfte sowie Kompetenzträger in Insights MDI schulen, dann wird sich eine Team-Zusammenstellung fast von selbst erledigen, die Projekte bekommen "Drive" und werden zügig im vorgegebenen Rahmen erfolgreich abgewickelt.
Angenehmer Nebeneffekt, die Kommunikation wird sich verbessern und damit mehr Ruhe in die tägliche Arbeit einfließen, eine neue Unternehmens-Kultur wird entstehen.

Fragen? Wir stehen gerne zur Verfügung.

Rudolf Pospischil - E.M. Pospischil BusinessImprovementTeam, +49 (171) 4040 207, info@bizimprove.biz, www.bizimprove.biz

Quelle: Business Teamwork "Gruppenzwang"; Scheelen Institut; BusinessImprovementTeam








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